Meine Drohne: DJI Phantom 3 Advanced

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Drohnen – oder besser gesagt – Multicopter werden immer beliebter. Ich liebäugelte schon länger mit den kleinen Fluggeräten, aber irgendwie waren sie mir immer zu teuer.

So mit 19 oder 20 Jahren habe ich mich schon mal im Modellflug versucht. Ich kaufte mir einen ferngesteuerten Helikopter von Walkera. Ohne Gyroskop, ohne GPS, ohne Ahnung. Frei nach dem Try & Error-Prinzip investierte ich ca. 100 Euro und versuchte mich mal im Fliegen. Nach ziemlich langer Übungszeit konnte ich erste Erfolge verbuchen: Ich konnte ihn wie ein ferngesteuertes Auto ganz knapp über dem Boden manövrieren. Allerdings war er dermaßen windanfällig, dass das Fliegen in größeren Höhen keinen Spaß machte. Ab und an war ich noch mal im hiesigen Parkhaus unterwegs, um meine Fähigkeiten noch etwas auszubauen, aber allein einem solchen Hobby nachzugehen, ohne sich mit jemandem auszutauschen, war dann auch nicht das Wahre.

Es vergingen einige Jahre, bis sich ein Kumpel einen DJI Phantom der ersten Generation zulegte und ich erlebte, wie durch technische Features das Fliegen erheblich vereinfacht wurde. Mein Interesse war erneut geweckt – gerade wegen der neuen Möglichkeiten in der Fotografie. Doch erst mal waren die Copter noch sehr teuer und dann hätte man noch eine Action-Cam wie z.B. eine GoPro gebraucht. Den Gimbal nicht zu vergessen, eine kardanische Aufhängung für die Kamera. Alles zusammen für mich immer noch unbezahlbar.

Ja, ich will – aber welchen?

Mein erster Copter: Ein Syma X5C

2015 fasste ich dann den Entschluss, einen eigenen Copter zu kaufen. Erst mal zum Üben einen Syma X5c, der eher in der Spielzeugkategorie anzusiedeln ist. Ganz bewusst ohne GPS, denn ich wollte ihn ja manuell unter Kontrolle bringen. Denn wenn man so ein Spielzeug draußen bei Wind fliegen kann, hat man typischerweise auch mit keiner aktuellen Drohne Probleme. Nachdem ich also das Teil vernünftig unter Kontrolle hatte, musste nun etwas Richtiges her. Lange liebäugelte ich mit dem Cheerson CX 20, der sich in den Flugeingenschaften nicht hinter einem Phantom 2 verstecken muss. Aber auch hier hätte man eine Action-Cam und Gimbal zukaufen müssen und dann hätte man immer noch kein Bild der Kamera am Boden gehabt. Mittlerweile wollte ich nämlich den FPV-Modus auf jeden Fall haben. Also ging kein Weg an einer Vision-Variante vorbei. Allerdings war die erste Vision-Version keine Option für mich, da kein Gimbal vorhanden war.

Phantom 2 Vision oder Phantom 3?

Mein Phantom 3 Advanced

Also hielt ich von nun an Ausschau nach einem Phantom 2 Vision+. Ich hatte ihn schon auf diversen Wunschzetteln im Internet, da las ich vom Phantom 3 und seinen Neuerungen: Eine bessere Kamera, die Lightbridge-Technologie für einen internen Videostream zum Piloten in HD, ein viel effizienteres Positioning System mit Ultraschall-Sensoren und Glonass-Nutzung und eine Menge weiterer intelligenter Flugmodi, wie z.B. der Follow Me-Modus oder Point Of Interest. Mein persönliches Highlight war aber die Fernbedienung. Man kann die wichtigsten Foto- und Video-Funktionen über Tasten am Kopf der Fernbedienung steuern. So kann man z.B. die Aufnahme starten und stoppen und es gibt ein Einstellrad für die Belichtungskorrektur. Natürlich kann man auch den Gimbal steuern, das konnte man ja schon mit der Vision 2+.

Also doch Phantom 3. Die Preisdifferenz vom Vision 2+ zum Phantom 3 Advanced waren zum Zeitpunkt meiner Suche etwa 200 – 250 Euro. Die war ich bereit zu investieren, auch wenn ich noch etwas sparen musste. Die Professional-Version kam eh nicht in Frage, da sich die beiden Modelle eigentlich nur in der Kamera unterscheiden und ich die 4K Auflösung nicht brauche. Im April 2016 habe ich dann einen Phantom 3 mit zwei Akkus für faire 750 Euro ersteigern könnnen. Bis heute liebe ich das Teil und habe es auf vielen Fototouren dabei.

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